Die Logik der Schmerzen Institut für Biokinematik Die Biologische Kinematik
 
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Walter Packi
Arzt für Allgemeinmedizin
Begründer der Medizin nach der Biokinematik



Krankheiten der Rezeptoren

Ausgangspunkt für die Regelung des Körpers sind die Rezeptorinformationen. Wenn Rezeptoren regelrecht arbeiten, ist alles in Ordnung. Wenn Rezeptoren selbst gestört (krank) sind, dann werden diese Informationen gar nicht oder in verfälschter Form weitergegeben. Da der Organismus über andere Informationsmöglichkeiten, als die seiner Rezeptoren nicht verfügt, kann er nicht überprüfen, ob das Rezeptorensystem richtig oder falsch meldet. Er muß sich bedingungslos auf das verlassen, was gemeldet wird. Sind die Meldungen falsch, dann gibt es ein Problem. Bekanntes Beispiel: die Farbenblindheit. Ein Farbenblinder wird seiner Falschinterpretation von Farben erst dann gewahr, wenn ihm dies von anderen Menschen mitgeteilt wird. Davor weiß er nichts von seiner Fehleinschätzung.

Die innere Regulation des Körpers basiert ebenfalls auf der Basis entsprechender Rezeptormeldungen. Die verschiedenen Organfunktionen müssen aufeinander abgestimmt sein, damit es nicht zu gegenseitigen Behinderungen kommt. (Die Niere benötigt einen bestimmten Minimalblutdruck, damit sie arbeiten kann. Die Atmung wird beschleunigt, wenn es zu Sauerstoffmangel kommt. Es kommt zu Brechreiz und Erbrechen, wenn giftige Stoffe in den Magen gelangt sind.) Sämtliche inneren Organe sind in ihren Funktionen aneinandergekoppelt. Wenn ein Organ erkrankt ist, dann betrifft dies stets auch sämtliche andere Organe mehr oder weniger stark.

Wenn nun statt der Organe das Rezeptorsystem der Organe erkrankt ist, dann kommt es zu entsprechenden Fehlregulationen, die dann erst in zweiter Hinsicht zu Erkrankungen der zugehörigen Organe führen. Einmal ist also die Krankheitsursache das Organ selbst, im zweiten Fall sind es die inneren Sinnesorgane, welche die Organe zur Krankheitsreaktion bringen. Die äußeren Krankheitszeichen sind damit nahezu die gleichen. Die notwendige Therapie hingegen muß grundsätzlich anders durchgeführt werden.

Beispiel: Das Gleichgewicht wird im Gleichgewichtsorgan im Innenohr gemessen und reguliert. Dieses sitzt im Kopf. Der Kopf ist über die Halswirbelsäule (HWS) mit dem restlichen Körper verbunden. In welcher räumlichen Lage dieser restliche Körper sich befindet, wird über Mechanorezeptoren in der HWS gemessen. Das Gleichgewichtsorgan bestimmt die Lage des Kopfes, die Mechanorezeptoren in der HWS die Lage des Körpers. Somit sind mindestens zwei Rezeptorsysteme mit der Lage des Körpergleichgewichtes befaßt. Wenn es in einem der beiden Systeme zu Störungen kommt, dann kann die zentrale Verarbeitungsstelle, das Gehirn, nicht wissen, wer recht hat, das Ohr oder die HWS. Das Ergebnis ist Schwindel und Übelkeit - die Seekrankheit.

Störungen im Bereich der HWS sind heute ausgesprochen häufig zu finden. Daraus resultieren Beschwerden wie Schwindel, Abgeschlagenheit, Sinnesstörungen wie Hörminderung, Tinnitus, Sehstörungen, Wahrnehmungsstörungen, Riechstörungen, Konzentrationsstörungen.

Eine Vielzahl weiterer Krankheiten können als primäre Rezeptorstörungen definiert werden (u.a.: Asthma bronchiale, Angina pectoris, Gallefunktionsstörungen, Blasenstörungen, Herzrhythmusstörungen, Magen-Darmstörungen, Nierensteine und nicht zuletzt Blutdruck und Kreislaufstörungen).

Die Therapie ist systematisierbar. Sie gründet auf den Gesetzen der Logik.
Die Therapie dieser Störungen ist systematisierbar. Sie gründet auf der Regulationslogik. Die Funktion und Lokalisation der meisten Rezeptoren ist bekannt. Durch Stimulation oder Hemmung von Rezeptoraktivitäten kann allgemein in die Regulation eingegriffen werden. Dies kann systemisch also gleichmäßig über den Körper verteilt erfolgen, wie dies bei medikamentöser Therapie der Fall ist (Aspirin, ß-Blocker), oder lokal, indem ganz gezielt an ausgesuchten Körperarealen eingegriffen wird. Letzteres wird bei uns in erster Linie praktiziert, indem einzelne Fasern innerhalb eines Muskels umreguliert werden.

Walter Packi
- Arzt -